#NewWayOfWork – work while travelling


Stell Dir vor, Du könntest diesen eisigen Temperaturen entfliehen und bei warmen 30 Grad unter Palmen Menschen kennen lernen und neue Eindrücke gewinnen?

 

Diese Möglichkeit eröffnete sich mir, als ich von meiner Universität auf eine Ausschreibung aufmerksam wurde: „2 Monate für ein Infrastrukturprojekt nach Rio de Janeiro“. Nur fiel der Zeitrahmen des Projektes genau in meine Zeit bei Microsoft. Zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich als Werkstudent bei Microsoft im Bereich Services engagiert und verantwortlich für administrative und organisatorische Tätigkeiten innerhalb eines dynamischen IT-Projektes bei der Implementierung eines Customer-Relationship Systems für einen deutschen Großkonzern.

Den Werkstudentenjob für das Projekt in Rio de Janeiro aufzugeben, stand für mich außer Frage, da mir die Arbeit bei Microsoft einfach viel zu sehr gefiel. Dennoch wollte mich der Gedanke nicht loslassen, für ein zweimonatiges Abenteuer nach Südamerika zu gehen. Deshalb kam mir die Idee: “Warum nicht beides kombinieren? Warum sollte es nicht möglich sein, meinen Teilzeitjob für Microsoft weiterzuführen, und an dem Projekt in Rio teilzunehmen?”

Nicht umsonst haben wir bei Microsoft durch die Office-Produkte die Möglichkeit, komplett virtuell miteinander zu interagieren: sei es an Telefonkonferenzen via Skype teilzunehmen, Dokumente über OneDrive zu teilen, oder SharePoint als Teamplattform zu nutzen.

So wie viele andere Jobs bei Microsoft, bestand mein Job aber auch aus Tätigkeiten, die beim Kunden Vorort erledigt werden müssen. Deshalb überlegte ich mir zusammen mit meinem Manager und dem Projektteam einen Plan, ob und wie die Vorortaufgaben an andere Teammitglieder übergeben werden können.

Dies erwies sich als einfacher als erwartet, da alle Beteiligten voll und ganz hinter mir standen und ihr Bestes gaben, um mich bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Nachdem meine Aufgaben innerhalb des Projektes komplett auf eine „Homeoffice-Arbeit“ ausgerichtet wurde, bewarb ich mich an der Universität für das Projekt und bekam schon ein paar Wochen später die Zusage.

Wenige Monate später startete ich dann meine Reise in die Cidade Maravilhosa (die „wunderschöne Stadt“, Rio). Dort angekommen, war ich in der ersten Woche einzig damit beschäftigt, meine beiden Projekte aufeinander abzustimmen, was mich sicher die eine oder andere Nacht an Schlaf kostete. Anschließend hatte ich endlich die Möglichkeit, die faszinierende Stadt mit dem Zuckerhut kennen zu lernen:

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Beeindruckt von den Erlebnissen in Rio und erleichtert darüber, dass ich es geschafft hatte beide Projekte ohne größere Probleme bewältigt und „unter einen Hut“ gebracht zu haben, fasste ich den Entschluss, noch eine einmonatige Rundreise durch Lateinamerika anzuhängen. Dies war aufgrund meines noch offenen Urlaubs auch problemlos möglich.

So reiste ich nach Abschluss meines Projektes in Rio noch über Chile bis nach Peru. Knüpfte viele Freundschaften mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Ländern und sammelte wunderschöne und bleibende Eindrücke und Erlebnisse.

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Ich empfinde diese Zeit als eine Bereicherung meines Lebens und kann es jedem nur wärmstens empfehlen. Oft fehlt in späteren Jahren die Zeit, oder auch der Mut, sich auf ein solch unkonventionelles Abenteuer einzulassen.

Falls Du beabsichtigst, ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen, solltest Du auf folgende Dinge Rücksicht nehmen:

Vorbereitung

Informiere Dich im Vorfeld darüber, wie die Internetverfügbarkeit an dem Standort ist, an dem Du Dich aufhalten wirst. Gerade bei Telefonkonferenzen ist eine stabile Internetverbindung unabdingbar. Gegebenenfalls müssen auch Zeitunterschiede berücksichtigen werden (Der Zeitunterschied von Brasilien nach Deutschland beträgt je nach Sommer-Winterzeit 3-5 Std.).

Organisation ist das A und O

Bevor ich die Reise antrat, wurde genau definiert, welche Aufgaben ich zu erfüllen habe und welche Kollegen zwischenzeitlich meine restlichen Aufgaben übernehmen.

Schaffe Dir Zeitfenster

Mir hat es sehr geholfen, Zeiten in Outlook zu blocken, in denen ich mich meinen Aufgaben gewidmet habe. Das verschafft Dir die Zeit, die Du brauchst, um Deine Aufgaben auch wirklich zu erledigen.

 

Wenn Du diese Sachen berücksichtigst und ein gutes Team hast, das Dich bei Deinem Vorhaben unterstützt, dürfte Dir nichts mehr im Wege stehen – was ich in meinem Falle einer Firmenpolitik wie der von Microsoft zu verdanken habe.

Mit diesem „Post“ will ich aber nicht nur meine Eindrücke schildern, sondern mich vor allem nochmals bei allen Beteiligten bedanken, die mir dieses Abenteuer ermöglicht haben!


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