Zero-Downtime Patching nur eingeschränkt mit Distributed Cache Service möglich


Mit SharePoint 2016 wurden die MinRoles und damit auch das Zero-Downtime Patching eingeführt. Aber derzeit kursieren widersprüchliche, gar falsche Aussagen in den Technet Artikeln. Die Dinge möchte ich gerade rücken und Ihnen zeigen, wie Sie mit dem Distributed Cache Service umgehen müssen, um das versprochene Zero-Downtime Patching bestmöglich zu realisieren.

Generell gibt es schon tolle Beiträge von John Peluso und Stefan Goßner über die Eigenarten des SharePoint Patchings in der Vergangenheit und wie dies SharePoint 2016 löst. Eine Kleinigkeit wird dabei jedoch ausgeklammert: Der Distributed Cache Service.

Derzeit ist der Englische Technet Artikel (nach meiner Erfahrung) korrekt:
https://technet.microsoft.com/en-us/library/mt346114(v=office.16).aspx

Darin wird gesagt, dass man acht (8) Server für die Hochverfügbarkeit in einem Zero-Downtime Patching Szenario benötigt. Allerdings wird richtigerweise darauf hingewiesen, dass es Einschränkungen mit dem Distributed Cache Service gibt

Der deutsche, russische und spanische Artikel (nach meinen persönlichen Checks) zeigen aktuell noch eine falsche Aussage. Darin wird gesagt, dass mindestens neun (9) Server erforderlich sind und der Distributed Cache Service dabei eine spezielle Rolle einnimmt mit insgesamt drei Servern, weil es einen Clusterquorum benötigt. Dies ist nicht korrekt, da der Service nicht über eine Quorum-Rolle im Cluster verwaltet wird. Stattdessen müssen die Informationen, die auf einem Cache Server gespeichert sind, für das Patching auf einen anderen Server manuell übertragen werden. Dies erfolgt per PowerShell cmdlet:

Stop-SPDistributedCacheServiceInstance -Graceful

Zusätzliche Details und weiterführende Links, wie Sie den Distributed Cache Service planen und verwalten können, habe ich bereits im letzten SharePoint Adventskalender beschrieben:
http://blogs.msdn.com/b/robert_mulsow/archive/2015/12/16/sharepoint-configuration-best-practices-distributed-cache-service.aspx

Lassen Sie sich also nicht in die Irre führen. Das Problem habe ich an Microsoft reported. Entsprechende Updates sehen Sie dann hoffentlich bald auf den Technet-Seiten. Auch ich werde diesen Artikel nach Aktualisierung anpassen.

Viel Spaß beim “SharePointen”!


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