Dunkel ist…


...nicht gleich dunkel.

Mittlerweile waren wir es ja schon gewohnt, dass uns ab und zu Stromausfälle heimsuchten, doch waren diese bis jetzt immer am Tage gewesen.

Als wir am Donnerstag das Trainingscenter verließen, um im Hotel noch die täglichen Aufgaben im Internet zu erledigen, wurden wir allerdings enttäuscht. Ganz Midrand war ohne Strom. Zunächst haben wir uns nichts dabei gedacht, da wir es ja schon gewohnt waren...

Als es jedoch dunkel wurde, merkten wir erst, wie sehr wir auf Strom angewiesen sind. Im Hotel gab es keine Notbeleuchtung oder geschweige denn ein Notstromaggregat. Es war einfach nur dunkel. Es gab einen Hotelangestellten, der jeden Gast, mit der einzigen Taschenlampe des Hotels, zum Zimmer geleitete.

Es war schon ein komisches Gefühl, denn weder im Hotel, noch draußen konnte man absolut nichts sehen. Der ganze Stadtteil lag im Dunkeln und wir hörten immer häufiger das Heulen der Polizeisirenen...

Da wir uns von alledem aber nicht den Abend vermiesen lassen wollten, fand so jeder eine Lösung an Licht zu kommen.

Ich zum Beispiel rasierte mich im Licht meins Laptopdisplays, wobei ich Microsoft Paint mit einem weißen Bild für die beste Wahl hielt.

Es muss recht witzig ausgesehen haben, wie ich mich vor dem Spiegel abgequält habe. In der einen Hand den Laptop, in der anderen den Rasierer, aber das war mir egal. Schließlich wollten wir an unserem letzten Abend in Johannesburg noch ausgehen.

Zunächst trafen wir uns wieder mit unseren Trainern in Santon City um dort den Abend beim Thailänder einzuläuten.

Später konnten wir einen unserer Trainer, Denis, noch dazu überreden mit uns in einen Club in Johannesburg zu gehen. Unser Ziel war eine Disco, welche sich in den Hallen des MonteCasino befand.

Da der letzte Trainingstag etwas später anfangen sollte, konnten wir ausgiebig feiern, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen...


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