Das Eis taut für Open XML


Vor einiger Zeit gab es wieder etwas Wirbel um die Standardisierung von Open XML, legte doch die ISO den Prozeß nach Einsprüchen einiger Miglieder vorerst auf Eis.

Die Gründe für die Einsprüche von Indien, Südafrika, Venezuela und Brasilien gegen die Zertifizierung von Open XML konnten von den Generalsekretären der ISO bzw. IEC allerdings nicht bestätigt werden. Sie haben keine Regelverstöße im Zertifizierungsprozeß ausmachen können. Somit wird der Standard DIS 29500 voraussichtlich ratifiziert und dann natürlich auch veröffentlicht.

Ein weiterer Aufschrei machte vor kurzem ebenfalls die Runde: Microsoft’s amerikanischer National Technology Officer, Stuart McKee, wurde mit der Aussage zitiert “ODF habe den Wettkampf der Standards klar gewonnen…”

O-Text:

“ODF has clearly won,” said Stuart McKee, referring to Microsoft’s recent announcement that it would begin natively supporting ODF in Office next year and join the technical committee overseeing the next version of the format.

Interessanterweise wurde bei der Zitierung einer Nachricht von der anderen die eigentliche Aussage immer ein bißchen weiter verändert. Stuart McKee’s Aussage zielte darauf, daß ODF nun klar an Verbreitung gewinnt, da mit der Bereitstellung entsprechender Konverter im nächsten Office 2007 Service Pack Anfang 2009 dann Millionen Microsoft Office Nutzer auch ODF zur Verfügung steht.

Microsoft wird natürlich nach wie vor Open XML als das native Format von Office 2007 einsetzen und ODF gleichzeitig als Alternative anbieten auch für Fälle, wo das Format der Schlüsselfaktor für den Einsatz eines bestimmten Office Paketes wird. ODF ist allerdings nach wie vor nicht in der Lage, alle Funktionalität eines Microsoft Office Dokuments abzubilden. Das ist aber eine Begrenzung der derzeitigen Implementation und mag in einer der nächsten Versionen anders sein. Auch Standards unterliegen Änderungen, durch die sie gewanchsenen Anforderungen angepaßt werden.

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