Zahlreiche Verbesserungen der Windows Azure Plattform veröffentlicht


Microsoft hat im Rahmen der Keynote der TechEd North America zahlreiche Verbesserungen der Windows Azure Plattform veröffentlicht, die ich kurz zusammenfassen möchte:

Neues Abrechnungsmodell “pro Minute”

Bisher wurde bei der Messung des Verbrauchs an Rechenleistung eine angefangene Stunde jeweils aufgerundet und bei der Berechnung der Kosten jeweils die zugehörigen Kosten pro Stunde zugrunde gelegt. Ab sofort ist die Abrechnung auf eine “pro Minute”-Berechnung umgestellt, d.h. es wird nicht mehr aufgerundet, und die Kosten orientieren sich noch stärker am tatsächlichen Verbrauch.

Unterstützung von ACLs für öffentliche Endpunkte in Virtual Machines

Für Inbound Traffic können pro für Empfang geöffneten Endpunkt in Virtuellen Maschinen Access Control Lists (ACLs) definiert werden. Damit kann auf Netzwerkebene festgelegt werden, wer Zugriff auf Virtual Machines erhält und wer nicht.

Weitere Geräteoptionen für den Aufbau gesicherter Site-to-Site-Verbindungen

Neben Cisco und Juniper werden jetzt auch Netzwerk-Geräte von WatchGuard, F5 und Citrix für den Aufbau gesicherter VPN-Site-to-Site Verbindungen mittels Virtual Network unterstützt.

Unterstützung von SSL für Windows Azure Websites (Preview)

Für Reserved Instances in Windows Azure Websites können jetzt eigene Domainnamen konfiguriert werden, die über SSL-Zertifikate abgesichert werden können. Hierzu können im Windows Azure Management Portal eigene SSL-Zertifikate hochgeladen und hinterlegt werden.

BizTalk Services (Preview)

Bereits gestern habe ich ja über die neuen BizTalk Services gebloggt. Diese Dienste erlauben die Integration von Azure Services, SaaS- oder On-premises-Anwendungen durch konfigurationsbasierten Einsatz des BizTalk Service. Dieser stellt EDI-Funktionen zur Verfügung. Die Verbindung zu On-premises Line-of-Business-Anwendungen erfolgt dabei über Cloud Endpoints, hinter denen Adapter zu SAP-, Oracle-, SQL-Server- oder PeopleSoft-Adapter hängen können.

Umstelllung der MSDN Benefits

Bisher waren in MSDN Subscriptions feste Verbrauchseinheiten für Windows Azure enthalten (z.B. konkret “750 Rechenstunden”). Die Benefits werden nun in ein Modell umgestellt, bei der eine geldwerte Leistung definiert ist, d.h. Nutzer erhalten einen “Gutschein im Wert von X Euro”, und es bleibt ihnen überlassen, wie sie diesen Geldbetrag auf die Nutzung von Azure Ressourcen verwenden. Dabei gelten folgende Geldwerte:

  • Visual Studio Professional mit MSDN: 50$
  • Visual Studio Premium mit MSDN: 100$
  • Visual Studio Ultimate mit MSDN: 150$

Darüber hinaus erhalten MSDN Abonnenten Rabatte auf die Kosten (z.B. 33% Rabatt auf Windows Azure Virtual Machines).

Ab sofort dürfen die meisten in einer MSDN Subscription enthaltenen Softwareprodukte auch für Entwicklungs- und Test-Installationen auf Windows Azure verwendet werden.

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