Schule der Zukunft: Die Microsoft-Studie „Abschlussjahrgang 2030“


Die ABC-Schützen von heute werden ihren Abschluss voraussichtlich im Jahr 2030 machen – und anschließend in eine Arbeitswelt eintreten, die sich deutlich von der heutigen unterscheidet. Welche Schlüsselkompetenzen werden für einen erfolgreichen Berufseinstieg notwendig sein? Und welche Methoden und Konzepte können in der Schule der Zukunft angewendet werden, um die Abiturientinnen und Abiturienten von morgen ideal auf ihr späteres Leben vorzubereiten?

Diesen Fragen sind Microsoft und McKinsey in der Studie Abschlussjahrgang 2030 – vorbereitet auf das Leben nachgegangen. Das Ergebnis: Das Lernen der Zukunft wird gemeinschaftlich, schülerzentriert, personalisiert und technologiegestützt sein. Denn nur so erwerben die Schülerinnen und Schüler kognitive und emotionale Kompetenzen, die ihnen über ihren Beruf hinaus im gesamten späteren Leben zugutekommen.

Lernen der Zukunft: Soft Skills und technologische Fähigkeiten immer wichtiger

Durch die Automatisierung und Digitalisierung wird es in Zukunft immer weniger Arbeitsplätze im niedrigen und mittleren Qualifikationsbereich geben. An Bedeutung gewinnen werden hingegen jene Wachstumsbranchen und Berufsfelder, die neben hohen fachlichen Qualifikationen auch besondere Fähigkeiten in den Bereichen Zusammenarbeit, Problemlösung, kritisches Denken und Kreativität erfordern. Um die Schülerinnen und Schüler bei der Herausbildung dieser kognitiven und emotionalen Schlüsselkompetenzen unterstützen zu können, benötigen Lehrerinnen und Lehrer nicht nur Weiterbildungen, sondern auch die richtigen Werkzeuge. Hierzu zählen zeitgemäße Technologien und vor allem die Möglichkeit, neue Unterrichtskonzepte zu erproben, so die Studie.

Schülerinnen und Schüler von morgen gestalten den Unterricht aktiv mit

Im Rahmen der Studie wurden die Ergebnisse bisheriger Forschungen analysiert und neben 2.000 Lehrerinnen und Lehrern auch 2.000 Schülerinnen und Schüler aus Kanada, Großbritannien, Singapur und den USA befragt. Die Ergebnisse zeigen: Bereits heute haben die Lernenden eine klare Vision, wie der Unterricht und die Schule der Zukunft aussehen sollten. So wünschen sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mehr Mitsprache und Kontrolle darüber, wie sie lernen, um zukünftigen sozialen und globalen Herausforderungen zu begegnen und erfolgreich in ihre persönliche und berufliche Zukunft zu starten.

Dank digitalem Lernen mehr Zeit für den Einzelnen

Ein großes Potenzial für die Schule der Zukunft bieten personalisierte, inklusive und immersive Unterrichtskonzepte, die durch neue Technologien gestützt werden. Denn auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, sich nicht nur Wissen anzueignen, sondern gleichzeitig wichtige kognitive und emotionale Schlüsselkompetenzen auszubilden. Bereits heute erzielen 98 Prozent der Schülerinnen und Schüler bessere Leistungen, wenn sie von den Lehrenden individuelle Unterrichtsaufgaben und -anweisungen erhalten, so die Studie. Durch die Einbindung neuer Technologien lassen sich die Konzepte des personalisierten Lernens und kollaborativen Arbeitens im Unterricht noch besser und leichter umsetzen. Auch der administrative Aufwand für die Lehrenden wird reduziert: So gaben die befragten Lehrerinnen und Lehrer an, durch den Einsatz der passenden Tools bis zu 30 Prozent an Zeit zu sparen. Die gewonnene Zeit kann wiederum genutzt werden, um noch besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler einzugehen. Denn eine gute Beziehung zwischen den Lernenden und der Lehrkraft bleibt auch in der Schule der Zukunft ein elementarer Faktor. Die befragten Schülerinnen und Schüler betonten, dass sie sich eine persönliche, vertrauensvolle Beziehung zu ihren Lehrerinnen und Lehrern wünschen.

Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Studie „Abschlussjahrgang 2030“ nun bald auch in Deutschland durchgeführt. Über die Ergebnisse werden wir Sie wie immer in unserem Blog informieren.

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